Wen zählen wir?

Wir zählen...

  • Schüler*innen und Lehrer*innen, die Präsenzunterricht bei hohen Inzidenzen verweigern;
  • Kita-Kinder und Erzieher*innen, die den Kita-Besuch bei hohen Inzidenzen verweigern;
  • Mitarbeiter*innen (OGS, Sozialarbeiter*innen, Sekretär*innen), die ihre Arbeit in Schulen und Kitas bei hohen Inzidenzen verweigern;
  • Kinder und Jugendliche sowie Schul- und Kita-Beschäftigte, die aufgrund einer angeordneten Quarantäne nicht an Präsenz teilnehmen können. Auch diese Fälle möchten wir sichtbar machen.

Warum zählen wir?

Die Pandemie dauert nun bereits seit über einem Jahr an. Noch immer hat die Politik keine funktionierenden Pandemie-Konzepte für Schulen und Kitas vorgelegt.

Mangels Konzept und Strategie setzen die Kultusminister*innen auf offene Schulen. Sie wiederholen "ihr Mantra von der Alternativlosigkeit des Präsenzlernens und (...) dass Schulen doch keine Hotspots und Infektionstreiber seien – wider besseres Wissen." (Zitat Spiegel vom 15.12.2020)

Wir zählen Fälle von Präsenzverweigerung und Quarantäne, um der Politik aufzuzeigen, dass diese Rechnung nicht aufgeht! Es muss endlich sichtbar werden, wie viele Menschen nicht bereit sind, den kompromisslosen Weg der Politik mitzugehen.

Wir möchten zudem verunsicherten Schüler*innen, Eltern, Lehrer*innen und Erzieher*innen zeigen, dass sie mit ihren Sorgen nicht alleine sind. Wir sind Viele!

Warum wird Präsenz verweigert?

Eindringlichen Warnungen der Wissenschaft zum Trotz ignoriert die Politik hohe, exponentiell steigende Inzidenzwerte und beharrt auf geöffneten Schulen und Kitas,

  • obwohl Kinder und Jugendliche sich ebenso häufig anstecken wie Erwachsene. Die Inzidenzwerte in jungen Altersgruppen und in der Elterngeneration sprechen eine deutliche Sprache.
  • obwohl bis zu 15% aller infizierten Kinder und Jugendlichen unter Langzeitfolgen (Long-COVID) leiden werden.
  • obwohl die Intensivstationen bereits jetzt aus allen Nähten platzen und immer mehr junge Menschen beatmet werden müssen. Viel zu viele Kinder werden ein Elternteil an das Virus verlieren!
  • obwohl selbst für Risikogruppen in zahlreichen Bundesländern die Präsenzpflicht NICHT ausgesetzt wurde.
  • obwohl Schulen und Kitas nicht pandemiegerecht ausgestattet sind. Selbst nach einem Jahr Pandemie fehlen weiterhin Luftreiniger mit HEPA-Filter, FFP2-Masken für Kinder und sinnvolle Testkonzepte.
  • obwohl Lehrer*innen der weiterführenden Schulen größtenteils nicht geimpft sind.
  • obwohl Impfstoffe für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren noch nicht verfügbar sind.
  • obwohl auch Schnelltests 40-60% der Infektionen nicht erkennen und Ansteckungen in Schulen nicht verhindern können. Gemeinsame Selbsttestungen im Klassenzimmer vergrößern sogar die Gefahr einer Infektion!

Wer steckt hinter dieser Website?

Diese Website ist privates Gemeinschaftsprojekt von Eltern, die nach monatelangem Hadern mit politischen Entscheidungen mehr denn je das Gefühl haben, dass es so nicht weiter gehen kann und darf. Wir hoffen, einen kleinen Beitrag leisten zu können, um die Politik zum Umdenken und Einlenken zu bewegen.

Christian Schaefer (@derSchepp), Vater aus Düsseldorf:

Vergangenen Sommer ist das neue Schuljahr mit AHA-L-Regeln bei einer 7-Tages-Inzidenz von 12,5 gestartet. Dieses Jahr geöffnet haben wir bei dem fünffachen davon, seitdem steigt die Inzidenz nahezu ungebremst weiter, insbesondere unter jungen Leuten. Sich unter diesen Bedingungen immer noch an der Präsenz festzukrallen und mir diese sogar in Form einer Präsenzpflicht aufzuzwingen, empfinde ich von unseren Kultusministern als grenzüberschreitend und übergriffig.

Birgit Michels (@ichmalsomalso), Mutter aus Bonn:

Die Kinder sind unsere Schutzbefohlenen. Sie verlassen sich darauf, dass wir Krankheit und Not von ihnen fernhalten. Kinder und Jugendliche in der derzeitigen Lage in die Schulen zu zwingen ist unverantwortlich. Diese Entscheidung wird Leben kosten und viel Leid verursachen! Niemand von uns wird sich den Kindern gegenüber darauf berufen können, das sei nicht bekannt gewesen.